• Unser Schulgebäude

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      Ein kurzer Abriss der Geschichte der  Staatlichen Regelschule "Geschwister Scholl", vormals "Pfortenschule"

      Die Grundsteinlegung für das neue Schulgebäude erfolgte am  20.3.1908. Die feierliche Einweihung  der "Pfortenschule", der fünften großen Volksschule Saalfelds, war am 04.05.1909.

       

      Erbaut wurde das Gebäude durch die Saalfelder Baufirma Friedrich Walther nach einem Entwurf des Stadtbaumeisters Otto Dietrich mit einem Kostenaufwand von 495500 Mark.

       

      Schuldirektor Dr. Hänßel sagte zur Einweihung:" Rund nahezu 2000 Schülerinnen sollen in dem Hause schulisch versorgt werden: 300 Schülerinnen der ersten, 1300 Schülerinnen der zweiten Bürger-, 300 Schülerinnen der Mädchenfortbildungs-, 40 Schüler und Schülerinnen der Hilfsschule."  

       

      Im Gebäude der Pfortenschule war  auch eine Mädchenberufsschule oder auch "Mädchen-Fortbildungsschule" untergebracht.

       

      Ausgebildet wurden die Mädchen zu Haustöchtern, Hausangestellten, Schneiderinnen, Arbeiterinnen. 1912 unterrichteten an den Saalfelder Stadtschulen 45 Lehrer und 10 Lehrerinnen.

       

      In den 30er Jahren gab es Bestrebungen, auch den Mädchen eine Mittelschulbildung zu ermöglichen. Aber nur eine Klasse wurde tatsächlich bis zur mittleren Reife geführt.

       

      In den 20er und 30er Jahren wurde strenge Disziplin von den Schülerinnen gefordert. Betrat der Lehrer morgens den Raum oder gab eine Schülerin eine Antwort, musste aufgestanden werden.

       

      Die Mädchen mussten mit ausgestreckten Armen, gefalteten Händen und gerade sitzen. Am Ende der Hofpause traten die Schülerinnen an und betraten das Schulhaus klassenweise. Bei Regen während der großen Pausen gingen die Mädchen auf den Fluren im Kreis.

       

      1931 besuchten ca. 1000 Mädchen die Pfortenschule.

       

      Die faschistische Machtergreifung hatte auch Auswirkungen auf die Pfortenschule. Deutlich wird das vor allem durch die Namensänderung am 1. Mai 1933 in "Adof-Hitler-Schule".

       

      Im September 1939 wurde in der "Adolf-Hitler-Schule" die zweite Abteilung des Reserve-Lazaretts eingerichtet. 160 Betten wurden bereitgestellt.

       

      Im Laufe des Jahres 1945 wurde aus dem Reserve-Lazarett der deutschen Wehrmacht ein Lazarett der sowjetischen Besatzungsarmee. Erst im April 1950 wurde das Gebäude wieder freigegeben.

       

      Am 31.7.1950 beschloss  die Saalfelder Gemeindevertretung, der „Pfortenschule“ den Namen 'Geschwister-Scholl-Schule' zu geben. Im September 1950 fand die feierliche Einweihung der Geschwister-Scholl-Schule in Saalfeld statt. Rund 1500 Kinder wurden in 38 Klassen unterrichtet.

       

      1953 wurde die gemeinsame Bildung und Erziehung von Mädchen und Jungen wieder beendet. Es kam zur organisatorischen Trennung der Schule in  Oberschule I (Mädchen) und Oberschule II (Jungen).

       

      1964 wurden die Oberschulen I und II wieder vereint.

       

      Ein ständiges Problem waren die steigenden Schülerzahlen. Die Scholl-Schule galt damals als größte Schule der DDR (2400 Kinder in 64 Klassen und 120 Lehrern). 

       

      Seit 1991 wurde die Schule „Staatliche Regelschule“.

       

      1992 stellte die Schule den Antrag auf Bestätigung des Schulnamens. Das Thüringer Kultusministerium stimmte per Schreiben vom 21.7.1992 diesem Antrag zu und seitdem führt unsere Schule den Namen "Staatliche Regelschule 'Geschwister Scholl' Saalfeld“.  

       

      Zum 31. Juli 2005 wurden auf Grund sinkender Schülerzahlen alle drei Saalfelder Regelschulen aufgelöst. Am 1. August 2005 wurden in Gorndorf  bzw. in Saalfeld am Standort Pfortenstraße zwei neue Regelschulen gegründet. Die Regelschule in der Pfortenstraße erhielt wieder den Namen „Geschwister Scholl“.

       

      2019 erfolgt eine grundhafte Sanierung der Schule. Die Schüler werden am Ausweichstandort, der ehemaligen Berufsschule Unterwellenborn unterrichtet.